NIZZA (1999)

Als Ideenfindungsreise steuerlich ausgewiesen, wurde im Mai 1999 ein Fluggefährt gesattelt und wir düsten an die Cote d´Azur. Wie schon damals Man  Ray, beschloss Thomas aussschließlich schwarz/weiß zu photographieren, was die Nostalgie der Reise auf das Eindrücklichste unterstützte.

 

Die Altstadt von Nizza. Wir haben  uns bis auf einen Autoausflug nicht mehr wie 200m im Umkreis von hier entfernt.



Da Wolfgang und Thomas in der Schule zwar in Latein zu Bestnoten in der Lage waren, aber Ihre Französischkenntnisse  eher rudimentärst zu nennen sind, blieb bei Harry die Rolle des Dolmetschers. Er blickt auf 6 Jahre erfolgreiche Verweigerung dieser Fremdsprache zurück  und konnte vorallem die Wiederholung der 11. Klasse hervorragend in die tägliche Konversation einbauen: "Bonjour Grande Nation..."
Täglich lümmelten wir am Blumenmarkt und genossen die Getränke, die wir zwar so nicht bestellt hatten, aber im Vergleich zu München (12 Grad, Nieselregen) war es hier wie im Paradies.

 

 
Aus diesem Bild wurde das Coverphoto für die "French Connection" CD. Voll das Original.


 

 

Am Tag eroberten wir die schönsten Plätze (oben zum Beispiel die Aussicht vom Stadtgarten auf den Hafen) und abends versanken wir in haltlose Gelage mit 7 Gängen und Calvados ("wie  heißt die Brause aus Äpfeln"...). Dazwischen wurde per Mobiltelefon die Plattenfirma auf Dampf gehalten um die CD Verkäufe anzukurbeln und kleinere Blitzüberweisungen nach Nizza in die Wege zu leiten...


 

 

Bei einem Besuch in der Fondation  Maeght, eines der schönsten Museen weltweit, entstanden einige der Innenphotos  der "French Connection" CD. Meisterwerke, die graphische Visionen mit heroischen Taten und Bildkompositionskunst auf das Hervorragendste kombinieren:

 

 

eigentlich sollte das Ei auf der Hand stehen...



 

 

..they call it madness...madness...




 
man hätte doch Kunstleistungskurs belegen sollen, um die Welt besser zu  verstehen...

 

Wolfgang Obelix



 

Originaltext Thomas: "Wenn dann die Sonne genau durch den Kreis kommt, drück´ ich ab..."
Da unsere Berechnungen eine ca. Wartezeit von 2 Stunden, 14 Minuten und 30 Sekunden ergaben, beschlossen Harry und Wolfgang das Museumsrestaurant zu erkunden...

 

 


Thomas, der unseren Berechnungen nicht traute, verharrte mit Kamera im Anschlag  am Objekt.
Stunden später nach etlichen spirituösen Kurzweiligkeiten fanden wir ihn schlafend auf einer Brüstung.
Deswegen jetzt noch einmal das Bild zum Geniesen aber "ohne Sonne im...usw..."

 

 


Das nachfolgende Photo allerdings wurde der Renner. Für eine Einladungskarte,  für die CD und als Beweis, was modernste Technik in der Lage ist zu leisten: Wie oben schon erwähnt wurden alle Photos schwarz/weiß geknipst. Die Nachkolorierung fand im Rechner statt...Hut ab Michael !!

 

 

 



Nachdem wir einige Zeit an diesem Wasserfall saßen und über den Lauf der Zeit philosophierten...
 



... überfiel und eine tiefe Traurigkeit ob der baldigen Rückkehr. Aber auch eine kurz angedachte Veräußerung aller Habseligkeiten ergab nur:
1. Es reicht maximal für eine weitere Woche
2. Müßiggang ist aller Laster Ende
3. Wer spielt die Hunderte von Konzerten die noch auf uns warten ?
 

 



Hier zum Abschied der Blick aus unserem Hotelfenster, morgens um 8 Uhr.
Der Punkt am linken Bildrand Mitte ist übrigens Harry beim Morgenbade...

 

Reprise:
Und wenn wir doch bleiben würden ? So für immer und einfach Schwamm drüber, einfach doch noch den Hit schreiben und dann hier in Saus und Braus raus die Kohle ? Und jeden Tag die Wellen zählen... und die Liegestuhlvermieterin doch noch besser kennenlernen ? Träume, Schäume...Au revoir Nice...
 

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